In Ruhe erklärt
Jedes Gerät, das etwas aus dem Internet abruft, braucht eine Adresse, an die die Antwort zurückgeht. Das ist die IP-Adresse. Sie steht in jedem einzelnen Datenpaket, das du verschickst, und sie muss dort stehen — sonst käme nie etwas bei dir an.
Daraus folgt etwas Unbequemes: Jede Website, die du aufrufst, kennt deine IP-Adresse. Nicht weil sie neugierig wäre, sondern weil die Technik ohne sie nicht funktioniert. Es gibt keine Einstellung im Browser, die das abschaltet. Was es gibt, sind Umwege: Wenn du über ein VPN oder über Tor gehst, sieht die Website die Adresse der Zwischenstation statt deiner eigenen.
Die meisten Privatanschlüsse bekommen ihre Adresse vom Anbieter zugeteilt und behalten sie nur eine Weile. Im Mobilfunk teilen sich oft Hunderte Kundinnen und Kunden dieselbe öffentliche Adresse. Eine IP-Adresse ist deshalb selten eine dauerhafte Kennung — aber im Moment des Abrufs ist sie eindeutig.