Lokal & kontrolliert
BEGRIFF

IP-Adresse

Die Rückadresse deiner Internetverbindung — ohne sie wüsste kein Server, wohin er die angeforderte Seite schicken soll.

Auch bekannt als: IP, Internetprotokoll-Adresse

In Ruhe erklärt

Jedes Gerät, das etwas aus dem Internet abruft, braucht eine Adresse, an die die Antwort zurückgeht. Das ist die IP-Adresse. Sie steht in jedem einzelnen Datenpaket, das du verschickst, und sie muss dort stehen — sonst käme nie etwas bei dir an.

Daraus folgt etwas Unbequemes: Jede Website, die du aufrufst, kennt deine IP-Adresse. Nicht weil sie neugierig wäre, sondern weil die Technik ohne sie nicht funktioniert. Es gibt keine Einstellung im Browser, die das abschaltet. Was es gibt, sind Umwege: Wenn du über ein VPN oder über Tor gehst, sieht die Website die Adresse der Zwischenstation statt deiner eigenen.

Die meisten Privatanschlüsse bekommen ihre Adresse vom Anbieter zugeteilt und behalten sie nur eine Weile. Im Mobilfunk teilen sich oft Hunderte Kundinnen und Kunden dieselbe öffentliche Adresse. Eine IP-Adresse ist deshalb selten eine dauerhafte Kennung — aber im Moment des Abrufs ist sie eindeutig.

Warum das zählt

Sie ist der einzige Wert, den du gar nicht zurückhalten kannst. Alles andere auf dieser Plattform kannst du im Prinzip beeinflussen — die IP-Adresse nur, indem du einen anderen Weg ins Netz nimmst.

Was es nicht bedeutet

Die häufigsten Irrtümer — auch auf seriösen Seiten.
  • Eine IP-Adresse ist kein Name und keine Anschrift. Wer sie sieht, weiß nicht, wer du bist. Nur dein Zugangsanbieter kann sie einem Vertrag zuordnen, und er darf das nur unter engen Voraussetzungen herausgeben.
  • Sie ist kein Beweis für einen Standort. Die Zuordnung zu einem Ort ist eine Schätzung aus einer Datenbank — siehe IP-Geolokalisierung.
  • Eine wechselnde IP-Adresse bedeutet nicht, dass du anonym bist. Wiedererkennung läuft heute überwiegend über andere Merkmale.