In Ruhe erklärt
Private Relay gehört zum Bezahlangebot iCloud+ und steckt in iPhone, iPad und Mac ab iOS 15 und macOS 12. Eingeschaltet schickt das Gerät seinen Verkehr über zwei Stationen. Die erste betreibt Apple: Sie sieht deine IP-Adresse, aber nicht, welche Seite du aufrufen willst, denn der Name ist verschlüsselt. Die zweite betreibt laut Apple einer der großen Netzdienstleister: Er entschlüsselt den Namen der Seite, gibt dir eine vorübergehende Adresse und stellt die Verbindung her. Deine eigene Adresse kennt er nicht.
Der Grundgedanke ist derselbe wie bei Tor: Wissen aufteilen, damit keine Stelle beides zugleich hat. Nur sind es zwei Stationen statt drei, und beide gehören bekannten Firmen statt Freiwilligen. Apple formuliert das Ziel so: Niemand, auch nicht Apple selbst, soll zugleich sehen können, wer du bist und welche Seiten du besuchst.
Wichtig ist, was darunter fällt: das Surfen in Safari, das Nachschlagen von Namen — siehe DNS (Namensauflösung) — und unverschlüsselte Verbindungen von Apps. Die verschlüsselten Seitenabrufe anderer Browser wie Chrome oder Firefox auf demselben Gerät laufen nicht darüber, ebenso wenig die verschlüsselten Verbindungen von Apps.
Websites können Private Relay erkennen, und das ist gewollt: Apple veröffentlicht die Liste aller Ausgangsadressen, damit Seiten weiterhin regional passende Inhalte ausliefern können. HexWarte gleicht gegen genau diese Liste ab. Du wählst, ob die Ausgangsadresse deine ungefähre Region behält oder nur Land und Zeitzone.