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BEGRIFF

DNS (Namensauflösung)

Das Telefonbuch des Internets: Es übersetzt Namen wie hexwarte.de in die Adresse, unter der ein Server zu erreichen ist.

Auch bekannt als: Domain Name System, Nameserver, DNS-Auflöser, DNS-Leck

In Ruhe erklärt

Rechner finden einander über IP-Adressen, Menschen merken sich Namen. Bevor dein Browser eine Seite abrufen kann, fragt er deshalb einen sogenannten Auflöser: Unter welcher Adresse ist dieser Name zu erreichen? Der Auflöser fragt sich durch die zuständigen Nameserver und liefert die Antwort zurück.

Welcher Auflöser gefragt wird, stellt meist dein Router ein, in der Regel ist es der deines Zugangsanbieters. Dieser Auflöser erfährt jeden Namen, den deine Geräte nachschlagen, auch wenn die Seite selbst verschlüsselt übertragen wird. Klassisch geschieht das Nachschlagen unverschlüsselt; jeder auf dem Weg kann mitlesen.

Neuere Verfahren verschlüsseln den Weg zum Auflöser: DNS über HTTPS und DNS über TLS. Das schützt vor Mitlesern unterwegs. Der Auflöser selbst sieht die Namen weiterhin — du wählst damit nur, wem du sie anvertraust.

Mit einem VPN wird es heikel: Läuft der Seitenabruf durch den Tunnel, das Nachschlagen aber daran vorbei, erfährt dein Zugangsanbieter trotzdem, welche Namen du ansteuerst. Das nennt man ein DNS-Leck. Es entsteht meist durch eine Fehleinstellung, etwa wenn der Browser einen eigenen Auflöser benutzt oder das VPN den Verkehr über IPv6 nicht mitnimmt.

Warum das zählt

Das Nachschlagen steht vor jedem Seitenabruf und ist oft der Teil, an den niemand denkt: Wer den Auflöser betreibt, kennt die Liste deiner Ziele.

Was es nicht bedeutet

Die häufigsten Irrtümer — auch auf seriösen Seiten.
  • Verschlüsseltes DNS macht dich nicht anonym. Es verlegt nur, wer mitlesen kann: vom Weg zum Betreiber des Auflösers.
  • Einen DNS-Lecktest bietet HexWarte bisher nicht an. Er bräuchte einen eigenen Nameserver, der kurz festhält, welcher Auflöser fragt — das berührt das Versprechen, nichts aufzuzeichnen, und wird deshalb erst nach einer eigenen Entscheidung gebaut.
  • Den Namen zu deiner Adresse schlägt HexWarte bewusst nicht nach. Die Anfrage ginge an fremde Nameserver und verriete ihnen, dass sich jemand für genau deine Adresse interessiert.