In Ruhe erklärt
Der Fernseher nimmt immer wieder kurze Proben von Bild oder Ton und rechnet sie in einen kurzen Erkennungswert um. Ein Server gleicht diesen Wert mit einer Datenbank ab, ähnlich wie eine App, die ein Lied am Klang erkennt. Laut Samsungs Werbetochter entstehen dafür alle 500 Millisekunden Bildschirmaufnahmen (Kanada, 2022), laut LGs Werbetochter etwa 10 Millisekunden lange Tonproben, die schon auf dem Gerät umgerechnet werden (2023). Unabhängig belegt ist das nicht.
Erkannt wird nicht nur das Fernsehprogramm. In einer Messung an Samsung- und LG-Geräten in Großbritannien und den USA (IMC 2024) gab es den Datenverkehr auch, wenn der Fernseher nur als Bildschirm an einem HDMI-Anschluss hing, etwa für Konsole oder Laptop; in Apps wie Netflix und YouTube war er deutlich geringer. Nach dem Abschalten aller Werbe- und Tracking-Optionen floss dort kein Verkehr mehr zu den bekannten Servern. Für in Deutschland verkaufte Geräte wurde keine solche Messung gefunden.
Die Funktion heißt je nach Hersteller anders, etwa „Live Plus“ bei LG, „Viewing Information Services“ bei Samsung, deutsch laut Fachpresse „Anzeigeinformationsdienste“, oder „Samba Interactive TV“ bei Geräten, in denen der Dienst von Samba TV steckt (Stand Oktober 2026). LG, Samba TV und Samsungs Hilfe für die USA geben an, dass sie nur nach Zustimmung läuft.