In Ruhe erklärt
Im Sendesignal über Antenne, Kabel oder Satellit steckt eine Internetadresse. Ist der Fernseher online, öffnet er sie in seinem eingebauten Browser; ein kleiner Hinweis am unteren Bildrand lädt dazu ein, die rote Taste zu drücken. Ohne Internet läuft das Programm weiter, nur ohne die nachgeladenen Zusatzinhalte.
Die Verbindung entsteht oft schon beim Umschalten: Lädt ein Sender seine Startseite über das Internet, sieht er den Fernseher, bevor du irgendwo zugestimmt hast. 2015 war diese automatische Startfunktion laut den deutschen Aufsichtsbehörden bei den meisten HbbTV-Angeboten üblich. In einer Messung an 36 Sendern aus fünf Ländern, darunter Deutschland (2021/22), kontaktierten 26 Tracking-Dienste schon vor jeder Zustimmung; 2023 nutzten 350 von 396 gemessenen, überwiegend deutschsprachigen Satellitensendern mindestens einmal ein unsichtbares Zählbild (Tracking-Pixel).
Die Datenschutz-Fenster, die dabei erscheinen, kommen von den Sendern, nicht vom Hersteller des Fernsehers. Die Wahl dort gilt nur für den jeweiligen Sender oder seine Sendergruppe; die Datenschutzhinweise liegen meist hinter der blauen Taste.