Lokal & kontrolliert
BEGRIFF

Audio-Fingerprinting

Ein Testton wird durchgerechnet, aber nie abgespielt — das Rechenergebnis unterscheidet sich je nach Gerät.

Auch bekannt als: AudioContext-Fingerabdruck

In Ruhe erklärt

Browser können Ton nicht nur abspielen, sondern auch berechnen, ohne ihn auszugeben. Schickt man ein genau festgelegtes Signal durch eine festgelegte Rechenkette und wertet nur die Zahlen aus, entsteht ein Ergebnis, das sich zwischen Geräteklassen leicht unterscheidet.

Du hörst dabei nichts. Es wird weder ein Lautsprecher noch ein Mikrofon angefasst — es ist reine Rechnung. Das Verfahren wurde 2016 in einer großen Messung über eine Million Websites erstmals in freier Wildbahn nachgewiesen.

Wie beim Canvas legen einige Browser inzwischen Rauschen auf das Ergebnis, sodass es bei jedem Durchlauf leicht anders ausfällt. Ob das hilft, erkennt man daran, dass zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Messungen verschiedene Zahlen ergeben — genau deshalb rechnet HexWarte zweimal und vergleicht.

Warum das zählt

Weil es zeigt, dass Wiedererkennung nicht an sichtbare Dinge gebunden ist. Eine Rechenoperation genügt.

Was es nicht bedeutet

Die häufigsten Irrtümer — auch auf seriösen Seiten.
  • Das hat nichts mit dem Erkennen von Musik zu tun. Der gleichnamige Begriff aus der Musikbranche meint etwas völlig anderes.
  • Es wird nicht abgehört. Ein Mikrofonzugriff bräuchte eine ausdrückliche Freigabe und wäre sichtbar.
  • Der Wert trennt Geräteklassen, nicht einzelne Menschen.