Interaktives Modell
VERNETZTE GERÄTE VERSTEHEN

Wer sieht was?
Bei dir zu Hause.

Bild, Karte, Zeiten und Konto: Bei vernetzten Geräten sieht nicht jede Stelle dasselbe. Wähle ein Gerät, schalte Einstellungen um und vergleiche, wer was sehen kann — und was eine Einstellung wirklich ändert.

Lernziel
Erkennen, welche Stelle Bilder, Karte, Zeiten und Konto eines Geräts sehen kann und welche Einstellung daran etwas ändert.
Vorwissen
Keins nötig; Fachwörter stehen mit Erklärung da.
Schwierigkeit
Einstieg.
Dauer
Etwa fünf Minuten je Gerät, geschätzt.
Isolation
Läuft nur in deinem Browser mit erfundenen Daten; nichts wird gemessen, gesendet oder gespeichert.
Zurücksetzen
„Ausgangslage“ stellt Gerät und Schalter zurück; Neuladen tut dasselbe.
Ohne Maus
Alles geht mit der Tastatur, und jede Zelle der Vergleichstabelle nennt Hilfsmitteln ihre Begründung.
MODELL — KEINE MESSUNG

Erfundene Beispielgeräte ohne Marke. Jede Einstellung verändert nur dieses Beispiel; HexWarte untersucht kein Gerät und speichert nichts.

01 / DEIN GERÄT

Welches Gerät steht bei dir?

Wähle ein Gerät. Schalte dann jeweils eine Einstellung um und vergleiche, welche Stelle danach was sehen kann.

Szenario einstellen
Gerät

Ein Saugroboter mit Kamera und App, der eine Karte deiner Wohnung anlegt und sich aus der Ferne steuern lässt.

Für dieses Gerät nicht einstellbar

  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ist für Saugroboter in den geprüften Quellen nicht als Einstellung für Aufnahmen belegt.
  • Zwei-Faktor-Anmeldung: Eine Zwei-Faktor-Anmeldung ist für die geprüften Roboter-Apps nicht belegt; ob es sie für dein Gerät gibt, zeigt die App.

Für die interaktive Ansicht muss JavaScript verfügbar sein. Die Grundlagen und Grenzen des Modells kannst du unten auch so lesen, und die Prüfliste fürs Zuhause funktioniert ganz ohne Skript.

DAS MODELL VERSTEHEN

Verschlüsselung, Speicherung und Zugang.

Unterwegs verschlüsselt, beim Hersteller nicht unbedingt.

Bei verschlüsselter Übertragung (TLS) sehen Router und Internetanbieter keine Bilder oder Töne, wohl aber Zeiten, Ziele und Datenmengen. Beim Hersteller entscheidet, wer die Schlüssel zu den gespeicherten Daten hat. Wer an welcher Stelle mitsehen kann, erklärt „Vernetzte Geräte: wer mitsieht“.

Was nicht gespeichert wird, kann niemand nachsehen.

Weniger gespeicherte Aufnahmen nehmen Hersteller, Behörden und Angreifern etwas weg; früher Gespeichertes löscht das Abschalten aber nicht bei jedem Hersteller. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sperrt den Hersteller aus, die Zwei-Faktor-Anmeldung Fremde mit deinem Passwort — keine Einstellung schützt vor allem.

Wer Zugang hat, sieht, was die App zeigt.

Mitnutzer und alle, die dein Passwort kennen, sehen dasselbe wie du. Gegen Fehler in der Hersteller-Cloud helfen weder Passwort noch Zwei-Faktor-Anmeldung.

Wenn jemand aus deinem Umfeld mitsieht

Hast du den Eindruck, dass jemand aus deinem Umfeld über ein Gerät oder ein geteiltes Konto mitsieht, musst du das nicht allein klären. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ↗ berät kostenlos und vertraulich; Beratungsstellen in deiner Nähe findest du über „Aktiv gegen digitale Gewalt“ ↗. Weitere Stellen mit Telefonnummern, auch für Männer, nennt die Seite „Wird mein Handy überwacht?“.

Bevor du Zugänge entfernst oder Passwörter änderst, sprich am besten mit einer Beratungsstelle, denn die andere Person kann solche Änderungen bemerken. Halte fest, was dir auffällt, jeweils mit Datum. Bei akuter Gefahr: Notruf 110.

Modellannahmen und fachliche Grenzen

Das Lernlabor berechnet ein vereinfachtes Szenario mit erfundenen Beispielgeräten. Es untersucht kein Gerät, liest keinen Datenverkehr und stellt keine Verbindung her. Die Zustände sind eine Ableitung von HexWarte aus den Quellen unten, keine Zustände realer Produkte. Ohne JavaScript stehen hier die Annahmen der Ausgangslage.

Geltende Annahmen

  • Ein erfundenes Beispielgerät ohne Marke. HexWarte untersucht kein echtes Gerät, liest keinen Datenverkehr mit und ändert keine Einstellung.
  • Betrachtet wird, was die benannten Stellen unmittelbar sehen können. „Im Modell verborgen“ schließt Schlüsse aus weiteren Beobachtungen nicht aus.
  • Gerät, App und Hersteller arbeiten so, wie Hersteller und Studien es beschreiben; wo das offen ist, steht „Bedingt erkennbar“.
  • Das Gerät verschlüsselt seine Verbindungen ins Internet. Wo Messungen bei einer Geräteart viel Unverschlüsseltes fanden, steht es als Bedingung in der Karte.
  • Ein Saugroboter mit Kamera, der über dein WLAN mit der App des Herstellers verbunden ist.
  • Bei der Stelle „Strafverfolgung“ geht es um Anordnungen an Anbieter und um Aufnahmen, die du selbst hast; ob sich ein beschlagnahmtes Gerät auslesen lässt, ist unbekannt.

Was das Modell nicht belegt

  • Keine Messung: HexWarte untersucht weder dein Gerät noch dein Heimnetz noch deinen Datenverkehr. Das Ergebnis ist keine Aussage über deinen tatsächlichen Schutz.
  • Das Modell zeigt Möglichkeiten nach Bauart, Herstellerangaben und Rechtslage, nicht den Betrieb eines bestimmten Produkts. Modelle, Regionen und Updates unterscheiden sich.
  • Keine Marke: Die Beispielgeräte stehen für Gerätearten. Bekannte Vorfälle zeigen nur, dass ein Zustand eintreten kann, nicht, dass er bei deinem Gerät vorliegt.
  • Das Modell ersetzt keine Prüfung deines eigenen Geräts. Was es sendet und speichert, zeigen am ehesten seine Einstellungen, die Angaben des Herstellers und eine Auskunft über deine Daten.
  • Die Stelle „Strafverfolgung“ umfasst nur Polizei und Staatsanwaltschaft nach der Strafprozessordnung. Die Überwachung laufender Kommunikation und Eingriffe in Geräte bei schweren Straftaten (§§ 100a, 100b StPO), Gefahrenabwehr nach den Polizeigesetzen der Länder und Nachrichtendienste bildet das Modell nicht ab.
  • Es gibt keine Sicherheitsquote und kein Anonymitätsversprechen. Fehlende Angaben sind unbekannt, keine Entwarnung.

Fachstand: 24. Oktober 2026. Wie HexWarte Angaben belegt, beschreibt die Methodik.

Quellen zum Nachlesen

Jede Karte nennt ihre eigenen Quellen; hier stehen alle. Sie belegen Mechanismen, nicht den Zustand eines bestimmten Produkts, und sind weder Gütesiegel noch Empfehlung.

Vom Modell zu deinem eigenen Gerät.

Was du an deinen Geräten selbst nachsehen kannst, steht Punkt für Punkt in der Prüfliste fürs Zuhause, ohne JavaScript nutzbar und zum Ausdrucken. Was echte Geräte erfassen, wohin ihre Daten gehen und welche Schalter es gibt, beschreiben die Steckbriefe zu Saug- und Mährobotern, Fernsehern, Sprachassistenten sowie Videoklingeln und Kameras.

Alle Seiten zum Thema ordnet die Themenseite „Vernetzte Geräte“. Wie es bei Websites aussieht, zeigt das Lernlabor „Wer sieht was?“.

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