Lokal & kontrolliert
BEGRIFF

Browserkennung

Eine Zeile, mit der sich dein Browser bei jeder Anfrage vorstellt: Programm, Version, Betriebssystem.

Auch bekannt als: User-Agent

In Ruhe erklärt

Die Browserkennung geht bei jedem Abruf automatisch mit. Ursprünglich sollte sie Servern helfen, passende Seiten auszuliefern. Historisch ist sie zu einem kuriosen Gebilde gewachsen, in dem fast jeder Browser behauptet, auch alle anderen zu sein — das hat rein technische Gründe aus den neunziger Jahren.

In einer Messung an 8.400 Teilnehmenden in den USA trug dieser Wert rund 4,61 Bit. Zum Vergleich: Rund 33 Bit genügen rechnerisch, um einen einzelnen Menschen weltweit zu bestimmen. Die Browserkennung allein reicht also bei weitem nicht — sie ist ein Baustein unter vielen.

Die Hersteller haben reagiert: Die Kennung wird zunehmend gekürzt und eingefroren. Genauere Angaben gibt es nur noch auf Nachfrage über die Client Hints.

Warum das zählt

Sie ist der bekannteste dieser Werte und wird oft für gefährlicher gehalten, als sie ist. Die Einordnung in Bit hilft, das Verhältnis zu sehen.

Was es nicht bedeutet

Die häufigsten Irrtümer — auch auf seriösen Seiten.
  • Die Kennung lässt sich frei fälschen. Eine gefälschte Kennung macht dich aber meist auffälliger, weil sie nicht zu den übrigen Merkmalen passt.
  • Sie beweist nicht, welches Gerät du wirklich benutzt.
  • Sie zu ändern ist die klassische Bastelei, die mehr schadet als nützt — siehe Anonymitätsmenge.