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BEGRIFF

Unterstützungszeitraum (Update-Zeitraum)

Die Zeit, in der ein Hersteller Sicherheitslücken seines Geräts behebt und Sicherheitsupdates kostenlos liefert. Für Geräte, die ab dem 11. Dezember 2027 in der EU auf den Markt kommen, muss ihr Ende beim Kauf angegeben sein.

Auch bekannt als: Supportzeitraum, Enddatum der Sicherheitsupdates

In Ruhe erklärt

Der Begriff stammt aus der Cyberresilienz-Verordnung der EU. Der Hersteller legt den Zeitraum so fest, dass er die voraussichtliche Nutzungsdauer des Geräts widerspiegelt: mindestens fünf Jahre, kürzer nur, wenn das Gerät voraussichtlich kürzer genutzt wird. Laut unverbindlicher Leitlinie der EU-Kommission ist das eine Untergrenze, kein Regelwert; für Router und Betriebssysteme etwa sollen Hersteller länger unterstützen. Jedes Sicherheitsupdate muss nach seiner Bereitstellung mindestens zehn Jahre abrufbar bleiben oder bis zum Ende des Zeitraums, je nachdem, was länger dauert.

Das Enddatum, mindestens Monat und Jahr, muss beim Kauf leicht zu finden sein: auf dem Gerät, auf der Verpackung oder digital. Laut unverbindlichen Erläuterungen der EU-Kommission gilt es je Exemplar: Es zählt, wann das einzelne Gerät auf den Markt kam, nicht das Modell, und ein Händler darf Restbestände auch nach Ablauf ihres Zeitraums noch verkaufen. Für Geräte, die vor dem 11. Dezember 2027 auf den Markt kamen, gilt die Pflicht nur, wenn sie danach wesentlich verändert werden; im Regal stehen können sie trotzdem.

Bis dahin ist eine Angabe zur Update-Dauer nur für zwei Gruppen Pflicht: für Fernseher und Monitore, die seit dem 1. März 2021 auf den Markt kommen, und für Smartphones und Tablets seit dem 20. Juni 2025. Sie steht im EU-Produktdatenblatt, bei Fernsehern und Monitoren seit dem 1. Mai 2021 als Zahl der Jahre (davor als Enddatum), gezählt ab dem Tag, an dem die letzte Einheit des Modells auf den Markt kam.

Was es nicht bedeutet

Die häufigsten Irrtümer — auch auf seriösen Seiten.
  • Nicht dasselbe wie die Update-Pflicht des Händlers: Nach § 475b BGB schuldet er dir nötige Updates so lange, wie du es nach Art und Zweck des Geräts erwarten kannst. Eine Jahreszahl nennt das Gesetz nicht, und bei Sicherheitsupdates reicht diese Erwartung laut Gesetzesbegründung in der Regel über die Zeit hinaus, in der er für Mängel haftet.
  • Nicht dasselbe wie die Laufzeit des IT-Sicherheitskennzeichens: Die zwei bis fünf Jahre dort sind die Dauer der Herstellerzusage für das Etikett; ob es danach Updates gibt, sagen sie nicht.
  • Nicht dasselbe wie die Update-Jahre im EU-Produktdatenblatt von Fernsehern, Monitoren, Smartphones und Tablets: Die zählen ab dem Tag, an dem die letzte Einheit des Modells auf den Markt kam, und ob die Verordnung für Smartphones und Tablets fünf Jahre Updates vorschreibt, beschreibt selbst die EU-Kommission uneinheitlich.

Quellen

Stand dieses Eintrags: 24. Oktober 2026. Die Einordnung ist eine fachliche Bewertung, keine Rechtsberatung.

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