In Ruhe erklärt
Damit eine Website in deiner Sprache erscheint, schickt dein Browser eine geordnete Liste mit: welche Sprachen du verstehst und in welcher Reihenfolge. Ein deutscher Browser sendet typischerweise „de-DE, de, en-US, en“ mit abnehmender Gewichtung.
Das ist nützlich und im Grundsatz harmlos. Problematisch wird es, wenn die Liste ungewöhnlich ist. Wer im Laufe der Jahre weitere Sprachen hinzugefügt hat, sendet eine Kombination, die nur wenige Menschen teilen — und das bei jeder Anfrage, ohne dass ein Skript laufen muss.
Google beschreibt in einem eigenen Erklärpapier, warum das ein Problem ist: In der Kopfzeile stecke viel Entropie über die Person, und Server könnten sie passiv mitlesen, ohne dass jemand es bemerkt. Der dort vorgeschlagene Weg ist, künftig nur noch die oberste Sprache zu senden.
Bis das überall gilt, kannst du es selbst in die Hand nehmen — in den Browsereinstellungen unter „Sprachen“. Die Richtung ist dabei entscheidend: zurück auf deine tatsächliche Hauptsprache, nicht auf einen ausgefallenen Wert.