In Ruhe erklärt
Die Hersteller haben in den letzten Jahren nachgelegt, und der wirksamste Schutz ist der, den ein Hersteller für alle ausrollt — weil er dann viele Menschen gleich aussehen lässt.
Firefox schützt seit Version 151 (Mai 2026) am Desktop jeden Nutzer mit einem Grundschutz, auch im normalen Fenster: Die Canvas-Zeichnung wird je Website und Sitzung leicht verrauscht, die verfügbare Bildschirmfläche um einen festen Wert für die Taskleiste gekürzt und die Zahl der Touchpunkte vergröbert. Im privaten Fenster und bei der Schutzstufe „Streng“ kommt mehr dazu, etwa die Beschränkung auf mitgelieferte Schriften und eine vergröberte Kernzahl. Nicht zu verwechseln mit dem Schalter privacy.resistFingerprinting: Das ist die Härtung, die auch der Tor Browser trägt, und ausdrücklich nicht für den Alltag gedacht.
Safari implementiert viele auskunftsfreudige Schnittstellen gar nicht erst und liefert lokal installierte Schriften nicht aus. Seit Safari 26 kommen bekannte Fingerprinting-Skripte nicht mehr verlässlich an Werte wie Bildschirmmaße oder Kernzahl. Der erweiterte Schutz lässt sich auf das gesamte Surfen ausweiten statt nur auf private Fenster.
Brave verändert viele Werte je Website und Sitzung zufällig und meldet seit August 2026 als Grafikeinheit für alle denselben Wert. Den strengsten Modus hat Brave 2024 abgeschafft — weil ihn unter einem halben Prozent nutzten und genau diese Gruppe dadurch herausstach.
Chrome bietet strukturell nichts Vergleichbares. Große Teile der Privacy Sandbox wurden im Oktober 2025 eingestellt, darunter der IP-Schutz. Edge sperrt nur Skripte, die auf einer Liste bekannter Dienste stehen.