Lokal & kontrolliert
BEGRIFF

Global Privacy Control

Ein Signal, mit dem du dem Verkauf und der Weitergabe deiner Daten widersprichst — der Nachfolger von Do Not Track, in Kalifornien ausdrücklich verbindlich.

Auch bekannt als: GPC

In Ruhe erklärt

GPC sieht technisch aus wie Do Not Track: ein kleiner Zusatz, den der Browser mitschickt. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern darin, dass GPC von Anfang an für Gesetze gebaut wurde, die solche Anfragen verbindlich machen — etwa in Kalifornien und Colorado.

In Kalifornien ist das Signal ausdrücklich als gültige Widerspruchserklärung anerkannt und wurde dort auch durchgesetzt. In Europa gibt es keine vergleichbar klare Regelung; die Einordnung wird diskutiert.

Firefox sendet das Signal auf Wunsch, Brave von Haus aus. Chrome, Edge und Safari bieten dafür bisher keine eingebaute Einstellung an; ein kalifornisches Gesetz verlangt sie von jedem Browser ab dem 1. Januar 2027.

Praktisch heißt das: GPC zu setzen kann etwas bewirken, aber du solltest dich nicht darauf verlassen. Es ersetzt keine bewusste Entscheidung bei den Zustimmungsbannern.

Warum das zählt

Weil hier der Unterschied zwischen technischem Signal und durchsetzbarem Recht greifbar wird — und weil das Verhältnis zu Do Not Track fast nirgends erklärt wird.

Was es nicht bedeutet

Die häufigsten Irrtümer — auch auf seriösen Seiten.
  • GPC ist kein Blocker. Es verhindert technisch nichts, es erklärt etwas.
  • Ein gesetztes GPC macht dich wie jede Abweichung ein wenig unterscheidbarer. Dem kann aber ein echter Nutzen gegenüberstehen.