In Ruhe erklärt
Damit zwei Geräte im selben Netz direkt miteinander sprechen können, muss WebRTC auch die Adressen anbieten, die nur dort gelten — etwa 192.168.178.23. Jahrelang standen diese Adressen im Klartext in der Liste, die jede Website abfragen konnte. RFC 8828 nennt sie ausdrücklich ein Mittel zur Wiedererkennung: Sie bleiben oft wochenlang gleich und lassen zwei getrennte Browserfenster als dasselbe Gerät erkennen.
Die Lösung ist ein Tausch. Der Browser erfindet für jede Adresse einen zufälligen Namen — technisch eine UUID mit der Endung .local — und nennt der Website nur diesen. Geräte im selben Netz können den Namen auflösen und finden einander trotzdem; alle anderen können mit ihm nichts anfangen. Der Name gilt nur für diese eine Website und nur, solange die Seite geöffnet ist.
Aufgehoben wird der Tausch, wenn du einer Website Kamera oder Mikrofon freigibst. Dann geht der Browser davon aus, dass du wirklich telefonieren willst, und nennt die echten Adressen, damit die Verbindung möglichst gut wird.